Wenn sich eine Gelegenheit bietet, sollte man zugreifen. Das hat Frank Prossegger (Name von der Redaktion geändert) getan, als ein traumhaftes Südhang-Grundstück in der Nähe von Regensburg mit Blick auf die Donau zum Verkauf stand. Das Attribut schön traf allerdings nur auf die Lage zu, nicht aber auf das bestehende Wohnhaus mit Nebengebäude. Also beschloss die junge Unternehmerfamilie einen Komplettumbau.
Mit diesem Anliegen wandten sie sich an den Architekten Christian Eixenberger. „Für mich war es eine interessante Aufgabe, da das Haus einen komplett neuen, puristischen Stil erhalten sollte – vorher waren etwa geschmiedete Treppengeländer in Form von rankenden Rosen stilgebend“, veranschaulicht dieser die Ausgangssituation. Das Nebengebäude sollte abgerissen werden, um einem neu erstellten Anbau Platz zu machen. In diesem sollten im Erdgeschoss ein Hallenbad und im oberen Stockwerk die Schlafräume entstehen. Das Hallenbad wollte Frank Prossegger einerseits um sich nach einem anstrengenden Tag entspannen zu können, andererseits zur sportlichen, gesunden Betätigung. Und um die Freizeit mit seiner Frau und seinem Sohn besser zu nutzen. Im Bekanntenkreis der Familie gab es schon fünf Besitzer eines Schwimmbades – und letztere sah er sich alle an.
Dabei fiel ihm auf, dass drei davon mit Wasseraufbereitungstechnik des Mutlangener Unternehmens Ospa ausgestattet waren. Nachdem er die Erfahrungsberichte der zufriedenen Eigentümer gehört hatte, entschied er sich, die Wassertechnik für sein Schwimmbad ebenfalls von Ospa zu beziehen. Ihm schwebte eine vollautomatische Anlage vor, die einfach zu bedienen ist und geringstmöglichen Zeit- und Chemikalienaufwand benötigt. Zudem sollte kein Chlorgeruch entstehen. Solch konkrete Vorstellungen hatte er auch von den restlichen Schwimmbad-Komponenten. So sollte das Becken mit einer Überlaufrinne versehen sein, genug Platz zum Schwimmen aufweisen und einfach zu reinigen sein. Bei der Ausstattung des Schwimmbad wünschte sich der Hausherr eine Massage- und eine Gegenstromanlage, eine Rollladenabdeckung zur Energieeinsparung sowie stimmungsvolle LED-Farbbeleuchtung. Die energieeffiziente LED-Technik wollte er zudem als Akzentbeleuchtung in einem Lichterkranz an der Schwimmhallendecke haben. Das Hallendesign sollte schlicht in reinem Weiß gehalten werden, kontrastierend zu schwarzen, großformatigen Bodenfliesen.
Es ging ans Werk. Da eine gute und detaillierte Vorplanung einen reibungslosen Bauablauf sicherstellt, wurden gleich von Beginn an die nötigen Fachleute mit ins Boot geholt. Der Architekt aktivierte den regionalen Ospa-Fachberater Bernhard Alt, der sich um die Abstimmung der schwimmbadspezifischen Punkte kümmerte, Peter Beck, zuständig für die Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärplanung sowie Jürgen Weigl, der die Lichtplanung übernahm. Da es sich bei der Schwimmhalle ja um einen neuen Anbau handelte, konnte ein fertig vorproduziertes Einstückbecken verwendet werden. Es wurde ein Schwimmbad aus Hart-PVC von Vario Pool System ausgesucht, der mit einer freitragenden Stahlkonstruktion versehen ist. Dank seiner Aufständerung konnte er einfach eine Etage tiefer, sozusagen im Keller, abgestellt werden. Das Becken wurde mithilfe eines Krans in den nach oben offenen Rohbau eingebracht. Es folgte die Fertigstellung des Gebäudes, die bauphysikalisch notwendige Wärmedämmung der Schwimmhalle und die Installation der Schwimmbad-Technik.
Wie gewünscht bekam Frank Prossegger eine vollautomatische Wasseraufbereitung. Eine „Ospa Chlorozonanlage“ erzeugt vor Ort aus herkömmlichem Kochsalz hochwertige Chlor-Sauerstoff-Verbindungen, die das Badewasser desinfizieren und mit Sauerstoff anreichern. Damit jeglicher Schwimmbadgeruch vermieden wird, filtert eine „Ospa Superfilteranlage“ mit Aktivkornkohleschicht sogar gelöste Wasserverunreinigungen ab, die von einem herkömmlichen Sandfilter nicht zurückgehalten werden können. Die Wasserwerte hat die Familie jederzeit über die Touchscreensteuerung „Ospa Blue Control“ im Blick, über die sich auch die Wasserattraktionen und die Abdeckung per Fingertipp bedienen lassen. Die Bauphase verlief reibungslos, alle Beteiligten arbeiteten gut zusammen – so konnte das puristische Hallenbad nach kurzer Bauzeit eingeweiht werden.
Farblicht und Ausstattung Die Gestaltung der Halle wurde auf das Wesentliche reduziert. Für den gewollten Designpurismus nennt der Hausherr einen einfachen Grund – an römischen Mosaiken würde er sich schnell sattsehen. Lieber wollte er eine ausgeklügelte Lichtplanung, die farbliche Akzente setzt. Oder auch ein kontrastreiches Lichtspiel bewirkt – etwa wenn das LED-Licht des umlaufenden Lichtkranzes an der Decke in anderen Farbtönen erstrahlt als die „Ospa Hochleistungs-LED-RGB-Leuchten“, die im Schwimmbecken verbaut wurden. Das farbige Lichtspiel kann musikalisch untermalt werden – dafür wurden dezente Lautsprecher in regelmäßigen Abständen in die teilweise abgehängte Decke integriert. Diese wurde wie die gesamten Wand- und Deckenflächen mit dem „Iso-Plus-System“ erstellt, einer innenliegenden Wärmedämmung mit Dampfsperre, die die Bausubstanz vor dem feuchten Schwimmhallenklima schützt. Der Einstieg in das Schwimmbad ist über einen gerundeten Stufenzugang möglich, der sinnvollerweise direkt am Eingang der Schwimmhalle platziert wurde.
Dann kann geschwommen werden – entweder in Bahnen (das Becken aus Hart-PVC ist 4,5 x 9,0 Meter groß) oder aber gegen den Wasserstrom, der von der in die Beckenwand eingelassenen Gegenstromanlage erzeugt wird. Sie ist am Beckenende oberhalb des im Schwimmbecken integrierten Unterflurrollladenschachtes angebracht. Von diesem ist dank einer breiten Abdeckung nur ein schmaler Spalt zu sehen, aus dem der Rollladenpanzer motorbetrieben ausfährt. Als Abdeckung wurde ein transparentes Modell aus Polycarbonat von Rollo Solar gewählt, das an der Vorderseite mit einer Aussparung für den Handlauf an der Einstiegstreppe versehen wurde. Die Rollladenabdeckung vermindert die Wasserverdunstung und entlastet damit die Entfeuchtungsanlage. Die transparente Ausführung wurde eingesetzt, damit die Schwimmbad-Beleuchtung selbst bei abgedecktem Becken wirkt.
Um genügend Licht in die Halle zu bringen wurden an jeder Wand Fenster angebracht, im hinteren Teil der Schwimmhalle führen große Glastüren in den Garten. Eine Kindersicherung der modernen Art ist die Zugangskontrolle an der Schwimmhallentür – das biometrische Gerät „Keyless In Fingerprint“ von Gira lässt den Sohnemann nur gemeinsam mit einem Elternteil samt passendem Fingerabdruck hinein. Per Fingertipp wird auch die Schwimmbad-Steuerung „Ospa Blue Control“ über einen Touchscreen bedient. Damit behält man die Schwimmbad-, Wasser- und Klimatechnik im Griff, deren Komponenten eine Etage tiefer im Technikraum ihre Arbeit verrichten. Der Schwallwasserbehälter konnte dank der Aufständerung des VPS-Beckens, also den Füßen des blau angestrichenen Stahlgerüsts, unter dem Schwimmbad platziert werden.
Schwimmbadtechnik: Ospa







































