Alles in Buddha

Die eigene Wellnessoase zu Hause kann Hotelurlaube ersetzen – dieser Gedanke veranlasste Familie Gahrmann (Name von der Redaktion geändert), sich mit der Planung eines Schwimmbad und eines Spabereichs zu beschäftigen. Tipps dafür holten sie sich, indem sie Special-Interest-Magazine wie haus&wellness lasen. Sie machten sich Gedanken, was ihnen persönlich wichtig bei der Wellnessanlage ist. Klar, der Erholungswert als bedeutsamster Faktor für die Inves­tition in gesunden Lifestyle ist un­be­stritten. Doch den Gahrmanns kam es auch darauf an, das Schwimmbad als Gestaltungsmerkmal ins architektonische Gesamtkonzept ihres Domi­zils zu integrieren. Sie wollten einen Garten-Schwimmbad, der direkt an das Wohn­haus grenzt und von allen wesentlichen Räumen im Erdge­schoss durch die großen Glasflächen sichtbar ist. Auch beim Spabereich im Inneren des Hauses gaben optische Wünsche die gestalterische Richtung vor. Er sollte nicht überladen wirken und eine asiatische Atmosphäre ausstrahlen. Nachdem ein privates Spa das ganze Jahr über nutzbar ist, reifte die Überlegung, auch den Garten-Schwimmbad permanent zu betreiben. Und ein weiterer, sehr ver­ständlicher Wunsch war der pflegeleichte Betrieb der gesamten Anlage.

Der selbstständige Unternehmer Markus Gahrmann kannte den in  Baden-Württemberg ansässigen Wellness- und Schwimmbad-Bauspezialisten Kissel schon – an ihn wandte er sich mit den bereits ausgereiften Wünschen. Jetzt ging es um deren fachgerechte Umsetzung. Da das Schwimmbad ganzjährig nutzbar sein sollte, musste er auch höheren Wasser­temperaturen von etwa 30 Grad – die vor allem in den kalten Monaten unabdingbar sind – problemlos standhalten können. Der Schwimmbad-Fach­mann empfahl deshalb ein Schwimmbecken von Vario Pool System aus Hart-PVC. Ebenfalls unverzichtbar war die Integration einer Rollladenabdeckung, um die Verdunstung und den damit verbundenen Wärmeverlust zu vermindern. Aus energetischen Gesichtspunkten wurde eine Ausführung als Solar­abdeckung des Herstellers Grando gewählt. Zudem entschied sich Markus Gahrmann für eine Wärmpepumpe, die das Bade­­wasser mit geringem Energieeinsatz erwärmt. Dem Anliegen nach einem unkomplizierten und zeitsparenden Betrieb konnte durch eine automatische Mess- und Regeltechnik in Ver­bindung mit einer Salzelektrolyseanlage, die Desinfek­tionsmittel vor Ort produziert, Rechnung getragen werden.

Für den Badespaß wurden außerdem eine Gegenstrom­anla­ge, eine Massageanlage und ein Bodengeysir vorgesehen. Zu guter Letzt konnten auch die architektonischen Aspekte wunsch­­gemäß von den Planern des Schwimmbad-Spezialisten umgesetzt werden. Das Schwimmbecken mit Überlaufrinne wurde direkt vor den Wintergarten des Wohnhauses gesetzt und bekam eine hochwertige Umrandung aus Granit. Für den privaten Spabereich im Untergeschoss des Wohnhauses wurden ein geräumiger Whirlpool von Riviera Pool, eine Einbausauna und zwei „Sonnenwiesen“ von Klafs, bequeme Relaxliegen so­wie ein offener Duschbereich vorgesehen. Alles vereint in einer reduzierten Optik, um die asiatischen Dekoelemente wie Buddhafiguren, Bonsaibäume, Lampen und Skulpturen als stilgebende Komponenten voll zur Geltung kommen zu lassen.

Nach Abschluss der detaillierten Vorplanung begann der Bau der Wellnessoase, der nahezu problemlos ablief. Nur das Schwimmbecken war anfangs nicht hundertprozentig im Was­­ser, was gerade bei einem Überlaufrinnenpool ungünstig ist, da das Badewasser dann nicht gleichmäßig abläuft. Doch da­mit waren die Poolprofis nicht wirklich vor ein großes Pro­blem gestellt, da die Aufständerung des Hart-PVC-Pools eine nachträgliche Nivellierung ermöglicht. Der Pool wurde einfach an einigen Stellen um ein paar Millimeter erhöht. Etwas knifflig war die Unterbringung der Pooltechnik – es standen nur acht Quadratmeter Raum zur Verfügung und darin musste zudem der Schwallwasserbehälter, der für den Wasserausgleich im Pool sorgt, untergebracht werden. Doch dank durchdachter Platzierung aller Komponenten war auch diese Aufgabe lösbar. Die Schwimmbadtechnik wurde schließ­lich noch in das BUS-System der Haustechniksteue­rung eingebunden. Dadurch ist es den Gahrmanns möglich, auf den diversen im Haus angebrachten Touchpanels jederzeit die Wasserwerte und die Badetemperatur zu kontrollieren. Oder die Roll­laden­abdeckung per Fingertipp zu öffnen und zu schließen. Und falls letzteres ein­mal vergessen wurde, ist der Fernzugriff über das Intranet der Haussteuerung möglich – sei es nun vom Arbeitsplatz aus oder auf Reisen, eine Internetverbindung vorausgesetzt.

Mit ihrer Wellnessanlage ist Familie Gahrmann sehr zufrieden. Durch die geradlinige Form­gebung des Pools wird das moderne Haus ganz dem aktuellen Trend folgend um eine stilvolle Komponente bereichert. Baden und schwimmen können sie wunschgemäß jeden Tag und Arbeit haben sie mit dem Pool nur sehr wenig, wie Markus Gahr­mann berichtet: „Der Zeitaufwand zur Wasseraufbereitung ist aufgrund der vollautomatischen Mess- und Regeltechnik praktisch gleich null.“ Zum Betrieb werden monatlich etwa ein halber Sack Salztabletten für die Elektrolyseanlage und minimale Mengen an pH-Senker benötigt. Zweimal jährlich ist ein Servicecheck fällig, vor allem um die Mess- und Regeltechnik neu zu kalibrieren. Und einmal jährlich wird das Badewasser ausgetauscht. In ihrem privaten Spa genießt Familie Gahrmann wohltuende Massagen im Whirlpool und Schwitzbäder in der Sauna, entspannt auf den Relaxliegen und lässt sich dabei gerne auch gleich besonnen – alles in der entspannenden Aura des Buddhas.

Neben dem sportlichen Ausgleich zum stressigen Arbeitsalltag, den das eigene Schwimmbad bietet, war Familie Gahrmann eine hochwertige Optik sehr wichtig. Das Schwimmbecken sollte direkt an das moderne Haus grenzen und mit ihm eine Einheit bilden. Durch die großen Fensterflächen des Wohnhauses ist das Schwimmbad von allen wesentlichen Räumen im Erd­geschoss zu sehen. Das Schwimmbad ist nicht nur während der sonnigen Monate in Betrieb – auf Wunsch der Hausherren wird darin ganzjährig geschwommen. Der Pool war allerdings noch nicht genug Wellness für die Gahrmanns – sie sahen im Untergeschoss ihres Hauses einen vollausgestatteten Spabereich vor. Dieser glänzt durch asiatisch inspirierten Purismus, was schon am Eingang deutlich wird. Dort wird man von zwei knienden Tempel­wächter­statuen mit gefalteten Hän­den begrüßt, bevor man den Wellnessraum durch die edlen, rahmenlosen Glastüren betritt. Praktisches Detail: Die beiden Statuen stehen auf zwei Schränkchen, in denen Handtücher oder Bade­män­tel untergebracht werden können.

Richtig gemütlich ist es auf den beiden flachen Relax­liegen. Sie sind die zentralen Ele­men­te im Spabe­reich des Wohnhauses. Hier holen sich die Gahrmanns aber nicht nur Ruhe und Entspannung, sondern auch eine sanfte Bräune auf Knopfdruck – falls ge­wünscht. Oberhalb der beiden Liegen ließen sie zwei „Sonnen­wiesen“ von Klafs anbringen.?Sie funktionieren nach dem Prinzip der Sofort­pigmentierung, nach dem das für die Bräunung verantwortliche Melanin neu gebildet wird. Bereits im Körper vorhandenes Mela­nin wird durch die UV-Strah­len zudem in die oberen Hautschichten geleitet. Der Effekt ist eine lang anhaltende, natürliche Bräune. Die bequemen Relaxliegen „Conca“ von MBM sind mit ihrer flachen, geschwungenen Form und dem schnecken­förmigen Kopfteil selbstverständlich auch ein markanter Eyecatcher.

Der Spabereich wurde im Unter­geschoss des Wohn­hauses platziert – so angenehm können Kellerräume sein. Stilistisch war unbedingt eine schlichte Atmo­sphäre gewünscht, auf keinen Fall sollte der Wellness­bereich überladen wirken. Die urige Sauna wurde direkt in die Wand eingebaut, wodurch sie von außen kaum aufträgt – nur die Eingangstüre und die Steuerung sind zu sehen. Innen schafft der mit etwa 100 Kilo Saunasteinen gefüllte Standofen „Majus“ von Klafs das gewünschte Saunaklima. Nach dem Saunagang kann Familie Gahrmann direkt nebenan in die große, offene Dusch­anlage mit Schwallbrause, Regenhimmel und zwei Handbrausen zum Abkühlen gehen. Den Spabereich ergänzt der ge­räumige Whirlpool aus der „Sienna XL“-Serie von Riviera Pool. Auf die herkömmliche Außen­verklei­dung dieses Portable Spas wurde verzichtet – er bekam eine individuelle Basis, besetzt mit feinen Dekorfliesen im selben hellen, cremigen Farbton wie der Fliesenbelag an den Wänden und am Boden. Im Whirlareal finden sich diver­se Buddha-Statuen wieder – neben einem Bonsaibaum und weiteren fernöstlichen Kunstwerken. Sie alle tragen zur gewollten asiatischen Entspan­nungs­atmosphäre bei.

Dadurch, dass das Schwimmbad an den Wintergarten mit Hub­fenster grenzt, ist das Schwimmbecken während der Som­mer­monate quasi direkt aus dem Wohnraum begehbar. Selbst wenn es außen angenehm warm ist, ist ein energieeffizienter Betrieb von Vorteil – da dieses Becken ganzjährig genutzt wird, umso mehr. Deshalb installierte der Schwimmbad-Profi Kissel eine „Aquacal“-Wärme­pum­pe von Hornerxpress, die neben dem Wohnhaus hinter einer Trennwand versteckt montiert wurde. Für die Wasseraufberei­tung stellte er eine vollautomatische Mess- und Regeltech­nik und eine Salzwasser­elektrolyseanlage zusammen. Die Wasser­technik wurde sogar an die Haus­steuerung von Gira angebunden, wodurch Herr Gahrmann über jedes im Haus angebrachte Touch­panel Zugriff auf die aktuellen Wasserwerte hat. Auch die Beleuchtung des Schwimmbeckens von Vario Pool System sowie die Gegenstromanlage, die neben dem Treppeneckein­stieg platziert wurde, lassen sich über die Touchpanels aktivieren. Ebenso wie die unterirdisch angebrachte Grando-Rollladenabdeckung mit transparenten Profil­stäben, die motorbetrieben über die Wasser­ober­fläche fährt. Sie reduziert die Wasserverdunstung auf ein Minimum und bietet sogar noch einen solaren Erwärmungseffekt, da die Sonnenstrahlen selbst durch den geschlossenen Roll­laden­­panzer dringen können. In umgekehrter Rich­tung lässt dieser zu­dem die Pool­be­leuch­­tung während der Abend­stunden durchscheinen.

Schwimmbadbau: Kissel GmbH

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